Halb durchgeglühte Kohle schmeckt bitter und gibt mehr Kohlenmonoxid ab. Richtig angezündet brennt sie gleichmäßig und hält lange. So geht es – zu Hause und unterwegs.
Naturkohle oder Selbstzünder?
Naturkohle aus Kokosschalen ist geschmacksneutral und glüht lange, braucht aber einen Anzünder und je nach Gerät etwa 5–10 Minuten. Selbstzünder-Kohle brennt schon mit einem Streichholz in 1–2 Minuten, enthält dafür Zündhilfen, die man riecht und schmeckt. Für zu Hause ist Naturkohle die bessere Wahl, Selbstzünder sind eine Notlösung für unterwegs. Mehr dazu im Vergleich Naturkohle oder selbstzündende Kohle.
Mit dem elektrischen Kohleanzünder (am einfachsten)
- Den elektrischen Kohleanzünder auf eine hitzefeste Fläche stellen, am besten unter die Dunstabzugshaube oder ans offene Fenster.
- Die Kohlewürfel mit etwas Abstand auf die Heizspirale legen und die höchste Stufe wählen.
- Nach etwa der Hälfte der Zeit die Würfel mit einer Kohlezange wenden.
- Nach insgesamt etwa 5–10 Minuten ist die Kohle fertig, je nach Leistung des Anzünders und Größe der Würfel: Sie glüht rundum orange und ist mit einer dünnen grauen Ascheschicht überzogen. Sind noch schwarze Stellen zu sehen, noch ein, zwei Minuten warten.
- Mit der Zange auf den Kopf oder den Kohleteller legen.
Auf dem Gasherd
Ein Kohlesieb oder Gitter direkt auf die Gasflamme stellen, Dunstabzug einschalten und die Kohle genauso lange wie beim elektrischen Anzünder glühen lassen. Nie unbeaufsichtigt lassen. Auf Ceranfeld und Induktion funktioniert das nicht: Die Kohle kann das Kochfeld beschädigen, und Induktion erhitzt nur Metall.
Unterwegs ohne Strom
Draußen reicht ein Campingkocher mit Kohlesieb. Wer grillt, legt die Kohle in einen Anzündkamin. Ganz ohne Hilfsmittel gehen nur Selbstzünder.
Sicherheit: Kohlenmonoxid ernst nehmen
Glühende Kohle gibt Kohlenmonoxid (CO) ab – ein Gas, das man weder riecht noch sieht. Deshalb:
- Nur in gut belüfteten Räumen anzünden und rauchen, regelmäßig stoßlüften. Nie im Auto, Zelt oder in kleinen geschlossenen Räumen.
- Einen CO-Melder aufstellen. Normale Rauchmelder erkennen Kohlenmonoxid nicht.
- Bei Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit sofort an die frische Luft. Bei Bewusstseinsstörungen 112 anrufen.
- Heiße Kohle nur mit der Zange anfassen, Asche erst vollständig abgekühlt in einem Metallbehälter entsorgen.
Wie viel Kohle?
Das hängt vom Kopf ab. Auf einem Phunnel-Kopf mit Alufolie sind drei Würfel (25 mm) üblich. Mit einem Hitzemanagement-Aufsatz wie dem Firebox HMD reichen oft zwei bis drei, und die Hitze lässt sich über den Deckel regeln. Wie du den Kopf dazu baust, steht in der Anleitung für den Shisha-Kopf.
Häufige Fragen
Wie lange muss Shisha-Kohle glühen?
Naturkohle etwa 5–10 Minuten, je nach Anzünder. Einmal wenden. Sie ist fertig, wenn sie rundum glüht und grau überzogen ist.
Kann man Shisha-Kohle in der Wohnung anzünden?
Ja, mit elektrischem Anzünder oder auf dem Gasherd – aber nur mit Dunstabzug oder offenem Fenster und am besten mit CO-Melder.
Kann man Shisha-Kohle am Herd anmachen?
Auf dem Gasherd mit Kohlesieb ja. Auf Ceran und Induktion nein.
Wie bekomme ich Shisha-Kohle ohne Grill an?
Mit einem elektrischen Kohleanzünder, auf dem Gasherd oder draußen auf einem Campingkocher.
Kann man Shisha-Kohle mit dem Feuerzeug anmachen?
Selbstzünder ja. Naturkohle nicht – das dauert zu lange, und das Feuerzeug überhitzt.
Passend dazu: Kohleanzünder · Kohleteller · Kohlezangen
Hinweis für Erwachsene: Shisha-Rauchen ist nicht risikofrei. Entzünde Kohle nur in gut belüfteter Umgebung, verwende eine geeignete Zange und eine nicht brennbare Ablage und lasse Glut niemals unbeaufsichtigt.
